Montag, 29. Juni 2009

Selbstständigkeit

Ein kurzer Eintrag zum Thema „SELBSTSTÄNDIG WERDEN IM AUSLAND“!!!

Warum ich gerade heute auf das Thema komme? – weil freitags immer die Cleaning-Leady ins Sir Frances kommt.
Das ist vielleicht ein Service! In der früh um 9 Uhr sammelt ein Kollege in der Arbeit die Zimmerschlüssel ein und kurz vor Feierabend um 5 Uhr teilt er sie wieder aus. In der Zwischenzeit passieren wundervolle Dinge.
Die ersten beiden Male zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber jetzt genial.
Es wird alles erledigt. Nicht nur kurz durchwischen, sonder es wird das schmutzige Geschirr abgespült und aufgeräumt (falls vorhanden – aber wenn man die Woche ein bisschen timed, dann geht sich das schon so aus), es werden die Prospekte die auf den Tisch und auf den Ragelen verteilt liegen gestapelt, Kleidungsstücke, welche zum trockenen aufgehängt sind werden abgenommen und im Schrank verräumt (falls vorhanden – aber wenn man die Woche ein bisschen timed, dann geht sich das schon aus). Jacken, die blos schnell über einen Stuhl geworfen wurden, werden aufgehängt ebenso T-shirts, die auf dem Bett rumliegen. Ich glaube sogar die würde den „Sack“ mit Schmutzwäsche um eine Plastiktüte erweitern falls der voll sein sollte (kann ich aber nicht bestätigen „ggg“)
Der einzige Nachteil ist, man muss immer nach den Sachen suchen. Kugelschreiber und Handyaufladegerät sind doch immer auf dem Tisch rum gelegen – jetzt im Schubfach verstaut usw. usw. Aber mittlerweile habe ich es schon heraus und finde Gott sei dank wieder alles.
Ähnlich geht es ja in der Arbeit weiter. Also das da das Office geputzt wird und die Küche und WC usw. ist ja selbstverständlich. Aber die Tea-Lady (Veronika) ist goldwert.
(Ndifuna ikofu) bedeutet: „bitte einen Kaffee“ auf Xsosa und Enkosi bedeutet dann: „Danke“. Mehr braucht man ja nicht. Einmal gesagt, mit wie viel Milch und Zucker man den Kaffee denn gern hätte und es läuft……
Das Einzige ist vielleicht das Einkaufen. Aber wir kaufen ja nicht viel auf Vorrat (die Gefahr, dass es schlecht wird oder abläuft ist mir viel zu groß) von daher bedarf das Einkaufen auch keiner großen Planungsaufwand.
Aber was ich gelernt habe ist, bei Handtüchern und Geschirrtüchern nicht am Geld zu sparen. Die sollen nämlich trocknen und nicht nur fusseln.


Wie man also sieht, wird man im Ausland auf die Dauer sehr sehr Selbstständig. Ich hoffe, dass geht zuhause ähnlich weiter wie hier. 

Donnerstag, 25. Juni 2009

Praktikant/in Gesucht !!!!


Wer hat Lust hier in Kapstadt, Südafrika ein bezahltes Praktikum zu absolvieren???

Wir suchen hier noch dringend einen Praktikanten oder eine Praktikantin für den Abschluss des Projekts bis ca. Ende November (so ungefähr).

Es geht dabei um die, ich sag jetzt einfach einmal „Abrechnung“. Sprich Finanzwesen, Buchführung, Claim-Management usw. usw.

Von daher muss es kein Bauingenieur sein sonder kann gerne auch ein Wirtschaftsingenieur oder sogar BWL Student/in sein.

Also wer sich angesprochen fühlt oder jemanden weiß, bitte bei mir melden!!!!

Eine genauere Beschreibung kann ich ja dann gerne noch abgeben.

Aber nur soviel von meiner Seite: So eine Chance sollte man sich wenn nur irgendwie möglich nicht entgehen lassen.

Montag, 22. Juni 2009

Hai-Tauchen - der Wahnsinn!!!!!


Wer hier nicht dabei war hat wirklich was versäumt, sag ich euch.
Hier in Südafrika auf dem freien Ozean in einem Käfig zu steigen und den Weißen-Hai live zu erleben ist eigentlich ein unbeschreibliches Erlebnis.
Aber ich versuche es zumindest einmal. Die meisten von euch werden ja nicht die Chance haben sowas zu machen. Oder gibt es in der Donau mitlerweile schon Haie?
Ich beginne kurz mit dem negativen an der ganzen Sache.
Das frühe Aufstehen.
Wir mussten um 8.00 Uhr in Gansbay sein was zur Bedeutung hatte, dass wir uns um halb 6 auf den Weg machen mussten.
(Darum gingen wir am Samstag auch nach der Fußballbegegnung Südafrika gegen Spanien gleich ins Bett).
Ziemlich pünktlich um dreiviertel acht kamen wir dann an der Hütte des Unternehmens an. Dort wartete ein ausreichends Frühstück und ein kleines Briefing auf uns.
Um 9 Uhr stachen wir dann in See. Aber mit einer enormen Geschwindigkeit. Das war ein sehr sehr neues Bot mit 4 Motoren. Der Nachteil dabei war, dass es trotz T-shirt, Pulli, Jacke, Mütze und Regenmantel sehr sehr kalt war. (bis zu diesem Zeitpunkt noch unvorstellbar sich mit der Badehose in einen Neoprenanzug zu zwengen und in das eiskalte Wasser zu hüpfen).
Nach ca. 20 min Fahrzeit warfen wir dann zunächst den Anker und dann den Käfig ins Wasser.
Die Haie wurden dann mit einem Köder (Tunfisch) und einer Attrappe (Robbe aus Holz) angelockt. Es dauerte keine 20 Minuten und wir wurden von Weißen-Haien umzingelt.
Dann ging der Käfig auf und es hieß "die ersten 6 können rein".
Naja das kostete sehr sehr sehr viel Überwindung. Und das nicht nur, weil das Wasser eiskalt war und man ohnehin schon zitterte vor Kälte).
Aber mit den Neoprenanzug und einmal im Wasser war es eigentlich nicht weiter schlimm.
Ansonsten zähle ich jetzt einfach noch ein paar Fakten auf. Das Erlebnis selber ist ja wie Eingangs erwähnt schwer zu beschreiben.
Jeder (waren insgesamt 12 Leute an Board) konnte zwei Durchgänge in den Käfig. Jeweils ca. 15 Min. Und da kam ein Hai nach dem anderen vorbei (insgesamt konnten wir bei unserem Tauchgang 12 verschiedene sehen).
Nach ca. 4 Stunden machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Dabei gab noch Wurstsemmeln und Getränke kostenlos für uns an Board.
Im Sommer ist das Boot mit bis zu 40 Leuten bestückt und im Sommer ist sowieso keine Hai-Zeit. (jetzt im Winter sind sehr viele junge Robben hier und das lockt natürlich die Haie an). Von daher haben wir einen richtig guten Zeitpunkt erwischt und es bekam jeder soviel Tauchzeit wie er wollte.
Im Anschluss wurde uns dann bei Kaffee und Gebäck die DVD zu unserem Tauchgang vorgeführt, die wir uns auch gekauft haben. Und die ist echt sehenswert!!!!!

Die Rückfahrt gestalteten wir dann sehr gemütlich an der Küste entlang. Vorbei an Pinguinen und einer traumhaften Landschaft.

Freitag, 19. Juni 2009

Fotos vom Braai (eine kleine Ausahl, es gibt aber unzählige)

Hier ein paar Fotos in niedrieger Auflösung!!!!!!!


Die Grillmeister












Ich und Tyron (im Hintergrund Tafelberg und Siganl-Hill)












Ich, Jurij, Barni-Barnsteiner













Ich und Barni-Barnsteiner auf dem Pitch













von links: Projektleiter Christian Schögl, Oberbauleiter Mario Winter, Praktikant Bernd Haberkorn, Praktikant Tyron Volumbe und ich

Vorfreude auf Sonntag, Braai, Confed-Cup

Für Sonntag haben wir schon fest etwas geplant bzw. sogar schon fest gebucht.

White-Shark-Cage-Diving (Käfig tauchen, dem Weißen-Hai Auge in Auge) steht auf dem Programm.

Das ganze wird ca. 160 Km außerhalb von Kapstadt von gleich mehreren Anbietern durchgeführt.

Alle bieten in etwa das Gleiche: Transfer, Frühstück, Mittagessen, Hai-Tauchen und dazu eine DVD.

Wir haben uns für selber fahren entschieden und konnten somit Geld sparen. Aber trotzdem ist der Spaß nicht gerade billig. Kommt auf 1125 ZAR (also ca. 100 Euro).

Dafür ist so was ein einmaliges Erlebnis, welches man nicht überall auf der Welt erleben kann.

Bei dem Film „der Weiße-Hai“ hat zwar der Hai den Käfig aufgebissen aber ansonsten soll es ganz sicher sein.

Nein war nur Spaß. Wir (Ich, Barni-Barnsteiner, Bernd und der Malte) freuen uns schon sehr.

Der einzige Nachteil ist, wir müssen um ca. halb 7 in der früh los. Also sogar eine Stunde früher als wie wenn wir zur Arbeit fahren.

Aber vielleicht lohnt sich auch die Fahrt dorthin. Entweder hinzu oder dann zumindest zurück wollen wir an der Küste entlang fahren. Immer am Meer entlang lohnt sich ja vielleicht die Fahrt. Gerade entlang dieser Strecke soll man auch Wale beobachten können.

Für morgen, Freitag ist jetzt der Arbeiter und Management Braai angesetzt. Von 1 bis 3 so ungefähr und ca. 250 Leute.

Die Sascha ist heute dafür einkaufen gegangen. (der Kassenzettel war bestimmt 1,5 m lang).

Die Erfahrung zeigt (so Schlögl), dass wir die Sachen besorgen müssen. Wenn man den Arbeitern Bargeld für Grillfleisch usw. im Vorfeld ausgibt (ansonsten könnten oder würden sie sich so was warsch. Nicht leisten) dann kaufen sie privat irgendwas und kommen nicht zum Brai.

Noch ein kurzes Wort zum Confed-Cup, der ja seit vergangenen Sonntag hier in Südafrika stattfindet.

Leider bekommt man hier in Kapstadt sehr sehr wenig mit. Überhaupt geht der Confed-Cup in ganz Südafrika ziemlich unter. Die Stadion sind in etwa viertelt voll. (im ersten Spiel glaub ich waren 8.000 Zuschauer).

Leider muss man sagen. Wir wären nämlich schon interessiert. Haben uns auch das Spiel von Südafrika gegen Neuseeland im Paulaner angeschaut und mitgefiebert.

Der Malte hätte einmal kurz überlegt zu einem Spiel zu fliegen aber ist dann wieder abgekommen.

Aber auf der anderen Seite muss man sagen hat der Confed-Cup in Deutschland bei der WM auch keinen so wirklich interessiert.

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das zur eigentlichen WM anders wird.

Wobei ich natürlich die Probleme die es hier noch gibt (und auch bezweifle ob die alle bis dahin gelöst werden können) live miterlebe.

Aber dazu vielleicht einmal eine Einschätzung von mir in einem anderen Posteintrag.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Der Malte (und die anderen Kollegen)


Ich bekomme immer wieder zu hören, dass der Malte in Deggendorf schon sehr sehr bekannt ist. Das ganze Eisstadion und Roma spricht ja angeblich nur noch über diese Person.
Jetzt bekommt ihr den Herrn "Multi"einmal zu sehen. Und natürlich auch die anderen beiden Kollegen die hin und wieder in meinem Blog vorkommen. Der Bernd (der andere Praktikant, der ja auch mit mir studiert) und der Barni Barnsteiner der ca. 1 Woche nach mir gekommen ist und eigentlich nur als Urlaubsvertretung für 2 Wochen kommen sollte. Sein Flug wird wöchentlich verlängert und ist mitlerweile schon seit 7 Wochen hier.












Von links: Ich, Bernd, Barni Barnsteiner

Montag, 15. Juni 2009

Rugby-Spiel



Diesen Samstag war es dann soweit und das Rugby-Spiel für das wir die VIP-Karten bekommen hatten stand auf dem Programm.

Wir waren zu 4. hier von den Pfeifer Leuten (Ich, Malte, Mario und Jurij). Wir haben uns mit dem Taxi zum Stadion bringen lassen. (ca. 15 min Fahrzeit). Leider waren wir ein bisschen spät dran und mit dem Verkehrsaufkommen um das Stadion und mit dem richtigen Eingang suchen waren die ersten 5 Minuten schon gespielt.

Es spielen die Vodacom Western Provinz gegen die British-and-Irish-Lions. Also ein „internationales“ Spiel. Sowas wie Champions-League im Fußball.

Das Stadion war ziemlich alt aber auch ziemlich cool. War ca. ¾ voll. Ich würde so 30.000 Zuschauer tippen.

Aber das Wetter war richtig schlecht. Es hat uns zwar nicht abgeregnet da die Tribüne überdacht war aber der Wind hat hineingezogen. Es war dann einfach eiskalt.

Ca. 10 Minuten vor der Halbzeitpause (das Spiel dauert 2x45 Minuten wie im Fußball) sind wir dann zu Toprope in die Lounge gegangen. (das ist die Firma von der wir die Karten haben).

Dort verfolgten wir dann die letzen Minuten am Fernseher. Außerdem gab es Kleinigkeiten zu essen und natürlich Getränke.

Die Loungen in der Alianz Arena oder in einem modernen Stadion sind warsch. Besser und nobler eingerichtet. Aber ich fand es echt ganz gut. Mit Bar, Stehtischen, Fernseher und natürlich Bilder und Trikots usw. usw. an den Wänden.

Bis wir uns ein bisschen unterhalten hatten und was gegessen und getrunken hatten war die zweite Hälfte schon am laufen.

Gott sei dank war der Malte dann auch der Meinung wir gehen wieder raus auf die Tribüne und schauen das Spiel fertig an.

Die anderen sind alle in der Lounge geblieben und haben hin und wieder auf den Fernseher geschaut. Obwohl warsch. Nicht mal das. Ich glaube die haben dann zwischenzeitlich sogar Kricket angeschaut.

Darüber nachdenken darf man da nicht. Die trinken ihre Getränke an der Bar unterhalten sich und ob die im Stadion Rugby oder Tennis oder sonst was spielen ist völlig egal.

Ca. 1 Stunde nach Spielende hat mich dann der Mario gefragt ob, denn das Spiel schon aus sei und wie es ausgegangen ist. „grins“

Wir sind dann noch ca. 2 Stunden geblieben und dann wieder mit dem Taxi heim.

Einer der beiden Chefs von Toprope war auch dort.

Der meinte im August spielt Südafrika gegen Australien. Das soll das große Highlight sein. Die zwei führenden Rugby-Nationen gegeneinander. Der meinte er kommt dann wieder mit Karten auf uns zu. Aber ob das stimmt oder ob ich dann wieder eine bekomme bin ich mir nicht sicher. Aber das wäre auf alle Fälle was.

Nach dem Spiel ging es dann gleich munter weiter.

Zunächst Pizzaessen im Sir Francis und um 10 fuhren wir ins HQ. Dort stießen dann noch die restlichen Kollegen dazu. Zudem haben wir dort bei einem Gewinnspiel eine Flasche Wodka gewonnen.

Anschließend fuhren wir ins Jaid. Da wo wer die letzen 3 Samstage bereits waren. Die Bar macht aber sehr früh zu und wir sind weiter ins Cubana. Der Mario (Oberbauleiter) treibt da immer ziemlich an. Der hat Frau und Kinder hier aber ist immer fleißig unterwegs am Samstagabend (da kann sich schon fast der Tobi eine Scheibe abschneiden von dem wenn der mal fuart geht).

Am Sonntag war dann nicht viel los. Ausschlafen, Frühstücken, schlafen, Kaffeetrinken in Camps Bay und dann Abendessen an der Waterfront.

Evlt. Ist für nächstes WoEnd ein Zweitagesausflug geplant.

Es gehen Gerüchte um, dass am Freitag Mittag Feierabend ist und gegrillt wird mit unseren ganzen Arbeitern. Auch die einheimischen hier. Die bekommen Geld vom Herrn Schlögl und können sich somit Fleisch und Würstchen mitbringen.

Der Grund für das Grillfest (Braai) ist das montieren des Letzen von insgesamt 72 Girdern (große Stahlträger).

Freitag, 12. Juni 2009

Fortsetzung die 2. (Minibus, Meeting mit dem Präsidenten, Disco)





In der letzten Woche hat sich echt einiges getan von daher komm ich fast mit dem berichten nicht mehr mit.
Zur Sache mit dem Minibus noch kurz. Das war eine ziemlich kurzfristige aber coole Aktion.
Also man kennt ja bestimmt die Minibusse hier in Afrika aus dem Fernsehen oder so.
Die fahren hier zu tausenden rum. Kurz zum Hintergrund: in Kapstadt ist das das einzige öffentliche Verkehrsmittel was auch alle nutzen (die sich kein Auto oder Taxi leisten können). Es gibt weder Straßenbahn noch U-Bahn oder „normale“ Buslinien. Also kann man sich vorstellen wie es da zugeht wenn das für eine Stadt mit 3,3 Mio. Einwohnern das einzige öffentliche Verkehrsmittel ist.
Man steigt halt nur immer ganz ungern ein, weil die immer ziemlich voll sind. Die stopfen bestimmt 15 Leute hinein auf der anderen Seite sind die auch uralt und hupen einfach jeden an der auf dem Bürgersteig geht und schreien dann aus dem Fenster!!!! Aber auf der anderen Seite sind die sehr stylisch, praktisch und günstig. Die sind meistens trotz ihres Alters super hergerichtet. Mit Breitreifen, Alufelgen, Soundanlage usw. usw.
Man kann einfach immer zusteigen, so wars auch bei uns. Bei einer Fußgängerampel haben wir uns ganz kurzfristig entschieden und sind eingestiegen und haben uns zum Kaffeetrinken nach Camps-Bay fahren lassen. Das sind ungefähr 10 Km und wir haben 60 Rand p.P. bezahlt. Das sind ca. 50 Cent. Muss man einfach erlebt haben kann ich nur sagen.

Der Besuch des Präsidenten Zuma war echt super.
Wir haben lange überlegt, ob wir überhaupt hingehen sollen. Ein paar haben sich dann doch überlegt und sind hingegangen (und ich). Die anderen wollten einfach ihren freien Tag genießen.
Ich war sehr überrascht das das in einem so kleinen Kreis abgehalten wurde bzw. warum nicht mehr gekommen sind. War ja eigentlich großes Thema in der Stadt. Jedenfalls waren vielleicht ca. 300 Leute hier. (alles Arbeiter vom Stadtion) und mir mitten drin.
Es war einfach im Stadion vor einer Trübüne ein kleines Podest mit Microfon aufgebaut und wir standen auf der Tribüne ca. 20 Meter entfernt. Es gibt bestimmt nicht viele, die dem Präsidenten Zuma, der Bürgermeisterin von Kapstadt und den Präsidenten der FIFA Herrn Platter schon mal so nahe gekommen sind.
Hier konnte man im Vorfeld ein bisschen was von der afrikanischen Mentalität erfahren. Beim Warten auf das Eintreffen des Präsidenten habe dann auf einmal alle angefangen zu klatschen und zu tanzen auf der Tribüne. Wie man sich es auch vorstellt. War sehr lustig. Alle mit ihren Bauhelm und Arbeitergewand usw.

Dann gab es Nationalhymne und Worte vom Präsidenten und Geschenke und am Schluss das Highlight: Der Präsident hat einen Kickoff gemacht. Mit einem Fußball vom Podest aus auf die Tribüne und hat somit den Countdown eingeleitet. Genau 365 Tage bis zur WM 2010!!!!

Um fünf sind wir dann heim und gleich auf den Signal-Hill (unserem Hausberg). Dort haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut bei einem Heineken.
Aber dann ging es noch weiter.
Ich und der Bernd sind ins Hemingways, der Disco im 34 Stockwerk eines Hochhauses direkt in der Stadt mit 360 Grad Blick auf die Stadt. War sehr sehr toll !!!!!!

Heute (Freitag) hatte ich frei.
Der Herr Schlögl macht auch ein verlängertes WoEnd und so hat mir der Müller Andreas auch frei gegeben.
Und heute war dann der bisher schönste Tag hier. Bestimmt über 25 Grad und Sonnenschein (und das im tiefsten Winter hier, muss wohl ein sehr „milder“ Winter sein heuer). Hab erst einmal ausgeschlafen bis um halb 11 und bin dann zum Frühstücken an den Strand und dort geblieben bis zum Sonnenuntergang.
Während des Sonnenuntergangs kamen dann bestimmt 15 Surfer an den Stand die im Sonnenuntergang dann rumgesurft sind. Aber die waren richtig gut. Super gewesen zum zuschauen.

So jetzt freue ich mich natürlich schon auf morgen auf das Rugby Spiel.

[Ach ja an alle Pflanz: kann mir mal jemand ein Foto von dem Fan-Schal schicken??? Würde mich interessieren.
Und versucht das mit dem Mensch-Ägere-Dich-Nicht Spielfeld auf die Reihe zu bringen. Liegt mir sehr am Herzen.]

Donnerstag, 11. Juni 2009

Fortsetzung...

Wie versprochen noch die ein oder andere Geschichte zum Sonntag. Ansonsten gibt es zwei brandneue Ereignisse über die ich dann auch noch kurz berichten will.

Ach was, ich fang gleich damit an.

Wie ich ja schon mal geschrieben habe bin ich ja sehr interessiert daran einmal ein Rugby Spiel mir hier live anzusehen.

Über Rugby habe ich mich auch mit dem J.P. einmal kurz unterhalten (ein Lokaler, also von hier). Der ist ein richtiger Rugby-Fan und hat meinen Wunsch weiter gegeben an die Michelle (von der Firma Toprope (ein Sub von uns)). Hab dann 2 Wochen nichts mehr gehört und auf einmal kommt heute der Chef Schlögl mit zwei VIP-Karten für ein Rugbyspiel am Samstag. Eine für mich und eine für Malte Ich glaube die wären für Malte und noch jemanden gedacht gewesen aber da der Schlögl weiß, dass ich halt Sportbegeistert bin und Inlinehockey spiele hat er sie mir gegeben.

Da freu ich mich echt schon riesig drauf. Sind da in einer VIP-Lounge (Speisen und Getränke sind schon bezahlt).

Der Malte ist auch schon ganz aufgeregt. Ach ja, weil wir gerade beim Malte sind und ich gehört habe, dass der Name in Deggendorf schon ganz bekannt sein soll gibt es jetzt auch ein Foto von ihm. Ich sollte generell versuchen anhand von Bildern euch die Leute vorzustellen.

Das zweite große Ereignis war, dass unser Golf wieder fährt.

Den Abschleppdienst zur Werkstatt wollten wir uns sparen. Unser Ziel war es das Auto per Abschleppseil dort hinzubringen. Aber ohne Abschleppseil sehr schlecht. Unser erster Versuch mit einem Schlupf von der Baustelle scheiterte daran, dass der viel zu dick war und nicht durch den Abschlepphacken passte. Wir haben dann einen Security gefragt (die ja überall rum laufen) wo man so was kaufen könnte. Mit dem sind wir dann durch halb Kapstadt gefahren bis wir im 3. store ein windiges Seil gefunden haben für 80 Cent.

Als wir dem Security dann gesagt haben wo unser Auto steht und das es ein alter einser Golf sei, ist der gleich mitgefahren um den Golf zu starten. Die kennen sich ja hier ziemlich gut aus mit den einser Golf und können den fast immer zum laufen bringen ohne in die Werkstatt zu fahren. Und das bestätigte er uns auch. Ein Blick unter die Motorhaube und er meinte da sei kein Benzin in der Benzinleitung (kann daran liegen, dass wir zu spät getankt haben und dann abgestellt haben). Naja überhaupt kein Problem. Wir starten aus dem Rollen heraus. (Zündung an, zweiter Gang rein und Kupplung kommen lassen). Das funktionierte dann nach ca. 1. Km auch !!!! Ich hab vorne mit dem Auto vom Malte gezogen und der Bernd hat hinten mit der Kupplung usw. gekämpft. Aber wie gesagt, es hat funktioniert. Da waren wir alle drei ganz begeistert. Ich und der Bernd, weil wir uns die Werkstattkosten gespart haben und der Security, weil er sich bestätigt fühlte, dass man keine Werkstatt braucht. Natürlich haben wir ihm Geld gegeben. (Lustig war auch, als wir ihm erzählt hatten, dass wir das Dach des Stadions bauen. Da war er ganz begeistert von uns. „Danke, dass ihr uns so ein schönes Stadion hier baut“ waren seine Worte).

Jetzt geht mir die Zeit schon fast wieder aus. Darum nur noch ganz kurz ein paar Worte zum Besuch des Südafrikanischen Präsidenten Herr Zuma.

Der wird morgen auf die Baustelle kommen und sich das Stadion anschauen. Eigentlich nichts besonderes. Nur das Übliche: Sicherheitsvorkehrungen (wir müssen alle um 13.00 das Gelände verlassen und haben somit Feierabend, Partyzelt usw. usw.) Wäre ja in Deutschland auch so.

Aber der Herr Zuma ist halt kein „normaler“ Politiker. Ich hab mir im Internet ein bisschen was durchgelesen. Momentan hat er so ca. 7 Frauen gleichzeitig mit denen er verheiratet ist. 17 Kinder hat er insgesamt.

Ein Wahlkampfsong von ihm ging irgendwie so: „Bringt mir mein Maschinengewehr“ usw. usw. kann sich ja jeder selber ein bisschen informieren.

Das macht den Besuch natürlich schon etwas interessanter. Jedoch wissen wir nicht, ob wir uns das live anschauen. Wenn natürlich das Stadion voll wäre und er dann wieder zum Tanzen anfängt wäre das schon ein Erlebnis.

So jetzt geh ich ins Bett und erzähle euch die Tage über den Besuch, das Fußballspiel letzen Sonntag usw usw.

Dienstag, 9. Juni 2009

Pizza-Service, Long-Street, Schaafskopf, Minibus, Strand, Fußball, Präsident Zuma,


Im Betreff stehen schon die Schlagwörter, welche uns das WoEnd über beschäftigt haben.
(unter der Woche war eigentlich nichts berichtenswertes würd ich jetzt mal sagen).
Am WoEnd tut sich immer mehr und darüber will ich ein bisschen informieren und natürlich gibt’s auch wieder das ein oder andere ausgewählte Foto. (für die, die keine Lust auf lesen haben und nur Bilder sehen wollen).
Freitag Abend sind wir zuhause geblieben. Hätten eigentlich vor gehabt zum Essen zu gehen und anschließend noch in eine Bar (es war ja Freitag) aber da der Malte nicht wollte und der Bernd noch ziemlich „fertig“ von dem Besuch (erst seine Freundin, dann Vater und Bruder) war, haben wir uns entschlossen zu hause zu bleiben.
Hört sich zwar auf Anhieb ziemlich langweilig an, ist es aber nicht zwingend.
Es sitzt ja keiner alleine auf seinem Zimmer. Es wird immer der Pizza-Service gerufen (St. Elmos). Der liefert kostenlos. Egal wie viel und wo hin. Ist ganz einfach, gut und billig. Natürlich gibt es auch das ein oder andere Bierchen oder einen Wein dazu.
Samstag stand dann erst mal wieder „Schaffen“ auf dem Programm.
Der Malte hatte komplett frei und war ganz zuhause geblieben. (der hat letzten Sonntag gearbeitet und musste auch diesen Sonntag wieder arbeiten bzw. sich mit dem Chef zusammensetzen).
Im Übrigen bin ich jetzt im Büro umgezogen. Ich hatte ja in der Mitte des Büros auf so einem großen Versammlungstisch platz genommen und konnte mich da auch wunderbar breiten. (das war aber auch der einzige Vorteil). Der Tisch war nämlich mitten im Raum und naja irgendwie von der Arbeitsweise her nicht gerade ideal. (außerdem saßen meine beiden „Chefs“ direkt mir im Nacken).
Jetzt haben wir kurzerhand Malte`s Eckschreibtisch auseinandergebaut und gegenübergestellt. Jetzt sitz ich praktisch dem Malte gegenüber und auf der Seite des Büros. Viel gemütlicher da. (und obwohl der Malte 1,5 Meter gegenüber von mir sitzt wird immer noch per Skype kommuniziert).
Und bis man schaut, war der Samstag auch schon wieder um. Um halb 2 war dann Schluss für mich (der Bernd musst noch bleiben wegen dem Abendmeeting). Bin dann mit dem Bernd seinem Auto heimgefahren und wollte mich nur schnell umziehen und nach Camps-Bay fahren bei dem schönen Wetter, welches am Samstag herrschte. Leider hat dann das Auto versagt bzw. ist nicht mehr angesprungen. Und so musste ich mir ein Taxi nehmen (an die Waterfront). Dort war es aber im Nachhinein auch ganz schön. Kaffeetrinken usw. hab dann dort auch den Malte getroffen und bin mit dem dann nach hause gefahren.
Das mit dem Auto vom Bernd ist echt ein Problem. Wir hätten es dann am Sonntag Abend mit anschieben versucht und sind die komplette High-Level Road hinunter gerollt um so wieder zu starten aber hat nicht funktioniert. Jetzt steht das Auto fast neben Giovannis. (mal schaun, wie wir da jetzt weiter vorgehen).
Samstag Abend war dann erst Essen, dann Long-Street (Irish-Bar) und dann Jaid (eine Bar, wo sich die Models dieser Welt aufhalten) angesagt.

Mehr zum Sonntag (Fußballspiel, Schaafskopf, Minibus usw.) gibt’s im Laufe des Tages unter einem neuen Post Eintrag.

Samstag, 30. Mai 2009

Langeweile....

Und wieder einmal ist Samstag. Und mir (und dem Malte) gerade sehr langweilig.

Sind die einzigen beiden in unserem Office (außer der Sascha, der Sekretärin). Internet geht nur sehr sehr langsam (immer am Ende des Monats) und von daher essen wir gemütlich unser Frühstück vom Giovannis und langweilen uns.

Gestern haben wir es mit dem Essen ein bisschen übertrieben. Waren im Mama Afrika (zu 7.). Als Starter gab es Krokodil und als Hauptspeise Springbock Steak. (schmeckt beides ganz ganz gut).

Ansonsten noch mal ein kleiner Exkurs zu den Menschen hier.

Man kann die sehr schwer einschätzen finde ich.

Die sind sehr sehr hilfsbereit (natürlich mit dem Hintergedanken, dass man ihnen 2 oder 3 Rand gibt). Aber die lohnen sich eigentlich immer. Die Helfen dir beim Ausparken, überwachen das Auto/Parkplatz tragen dir die Einkaufstaschen usw. usw. wie schon berichtet stehen vor jedem noch so kleinen Geschäft Sicherheitsleute auch an jeder zweiten Ampel und auf der Baustelle beim Eingang. (da werden die Rucksäcke und der Kofferraum usw. kontrolliert damit man kein Werkzeug mitnimmt). Wir haben hier für unsere Office Container einen eigenen Sicherheitsdienst.

Das hört sich alles super sicher und vor allem hilfreich und nett an.

Auf der anderen Seite bekommt man dann unser Werkzeug am Sonntag am Flohmarkt hier gleich hinter dem Stadion wieder zu sehen. (Wir haben uns ausgerechnet, dass es uns günstiger kommt das da wieder einzukaufen als aus Deutschland schicken zu lassen.)

In wie weit die Parkwächter (die angeblich persönlich auf dein Auto aufpassen) mit irgendwelchen anderen unter einem Hut stecken weis man halt auf der anderen Seite auch wieder nicht. (wenn ihr versteht was ich meine).

Also wie gesagt man sollte immer vorsichtig sein. Obwohl ich schon den Eindruck habe, dass die Leute sehr hilfsbereit und nett sind. Aber naja. Trauen kann man hier wohl keinen.

Ansonsten muss man halt mit Geld was regeln. Da kann man alles regeln hier. Sämtliche Strafen oder sonstige Sachen. Bestechung einfach!!!

Für heute Abend ist auch wieder was geplant. Großes Ausgehen mit allen. Der Schlögl und Winter werden auch dabei sein und so die komplette Belegschaft aus Ingenieuren. Einer fliegt am Mittwoch heim. (wie fast jede Woche. Die kommen und gehen). Aber das ist ein ganz netter. Sitzt bei mir am Schreibtisch. Irgendwie schade. Aber hilft nichts.

Ansonsten könnt ich jetzt noch weiter über das Arbeitsleben im Ausland erzählen. (läuft hier schon alles ein bisschen anders ab wie in Deutschland, soweit ich das einschätzen kann). Aber ich bin der gleichen Meinung wie der Mock Johannes (mit dem hab ich gestern geskypt. Der ist in Abu Dhabi (47 °C und es soll noch wärmer werden) beim Praktikum von Züblin aus

(http://images.google.com/imgres?imgurl=http://www.ibl.uni-stuttgart.de/02institut/html/exkursionen/2007/grosse_bauigelexkursion_dubai/img/46.jpg&imgrefurl=http://www.ibl.uni-stuttgart.de/02institut/html/exkursionen/2007/grosse_bauigelexkursion_dubai/bericht06.html&usg=__8yxfEp1LQEociIB15YVY_obQl08=&h=279&w=350&sz=136&hl=de&start=16&um=1&tbnid=k1SC_J94tKY7dM:&tbnh=96&tbnw=120&prev=/images%3Fq%3DSaadiyat%2BBridge%2BProject%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26sa%3DN%26um%3D1)

Der meinte einfach: Die Leute sollen nicht soviel fragen wie es hier im Ausland ist, sondern es selber ausprobieren und selber die Erfahrung machen….

Für Fitness Studio haben wir uns immer noch nicht überwinden können. Wäre eigentlich für heute Nachmittag geplant gewesen den ganzen Tag dort zu verbringen mit Sauna, Tennis, Whirlpool usw. Aber naja jetzt ist doch lieber schlafen angesagt. Sind ja gestern erst um halb 2 heim und heute ist ja auch schon wieder was geplant.

Für Sonntag noch gar nichts. Das Wetter soll nicht gut werden. Aber sobald der Bernd nächstes WoEnd wieder „zur Verfügung“ steht, lassen wir das mit dem Sonntagsausflug nicht mehr so schleifen und unternehmen wieder was!!!!

So dann wünsch ich ein schönes Wochenende und den Pflanz viel Glück fürs Spiel (wäre es sinnvoll mich einfliegen zu lassen, wenn ihr so ersatzgeschwächt seit????)

Grüße aus Kapstadt, Andy

Freitag, 29. Mai 2009

Hallo,

jetzt ist es ja schon ewig her als ich mich das letzte mal gemeldet habe.
Ein paar Fotos (leider ohne Kommentar) konntet ihr aber bestaunen die letzen Tage.
Ansonsten geht es mir noch sehr gut hier.
Mir fällt jetzt gerade überhaupt nicht ein über was ich speziell berichten soll.
Mmmmh, wie schon gesagt, seit 1,5 Wochen ist die Freundin vom Bernd hier und seit letztes Wochenende auch sein Vater und sein Bruder. Alle zusammen sehr nett. War einmal schon mit ihnen beim Pizzaessen und einmal bei Grillen bei ihnen eingeladen. Hat mir beide Male sehr gut gefallen.
Am Mittwoch war dann natürlich Champions-League anschauen angesagt. Wir habe uns im Vorfeld schon erkundigt, wo noch ein Tisch frei ist. Im Paulaner sind wir dann fündig geworden.
Diaz (die englische Kneipe) war natürlich schon seit Wochen ausgebucht.
Im Paulaner waren dann Biertische und Leinwand aufgestellt. Und war auch richtig voll. Viele Engländer und auch einige Barca Fans. War richtig was los. Gute Stimmung.
Wir waren auch zu 8. Sogar der Christian Schlögl (Projektleiter) und Mario Winter (Oberbauleiter) waren da.
Die sind beide echt ganz in Ordnung und selber noch ziemlich jugendlich und für alles zu haben.
Letzen Sonntag hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gut, dass wir so was am Samstag schon befürchtet hatten und es etwas später auf der Long-Street wurde.
So haben wir nicht viel versäumt. (haben bis Mittag geschlafen).
So um 3 sind wir dann aufgebrochen zu einer Lions-Farm ca. 30 min außerhalb von Kapstadt.











Mit 2 Autos von Pfeifer Monteuren und Mitarbeitern und ein einheimischer Kranfahrer war dabei. Der hatte das organisiert und kennte den Weg.
Das war dann so eine Löwen Auffangstation. Also eigentlich eine Art Tierpark, nur die Umgebung passt halt besser wie wenn man in Straubing im Zoo ist. Waren bestimmt an die 20 Löwen. Schlecht war es nicht, aber halt keine Wildnis und Abenteuer. Sondern halt eher „Streichelzoo“.
Beim Abendessen hat dann der einheimische ein bisschen erzählt über Land und Leute usw. War nicht schlecht. Er ist auch ein großer Angel-Fan. Vielleicht ergibt sich ja mal was.
Angler am Meer gibt es hier sehr sehr viele. Aber gefangen hat noch nie jemand was. Jedenfalls nicht wenn ich zugeschaut habe.

Dienstag, 26. Mai 2009

Dienstag, 19. Mai 2009

Sonntag, 17. Mai 2009

Visum verlängern....


Am Donnerstag machten wir uns schon sehr sehr früh auf den Weg zu einem afrikanischen Amt um unser Visum zu verlängern. Das Visum das wir bei der Einreise am Flughafen bekommen haben hat nur eine Gültigkeit von 3 Monaten. Einmal kann man dann noch mal um 3 Monate verlängern. Dann ist Schluss und man muss erst wieder aus Afrika raus und noch mal hinfliegen.

Das Ganze war eine ziemlich interessante Sache und darum erzähl ich euch jetzt kurz davon.

Es ist ja in Deutschland schon nicht gerade so toll wenn man in ein solches Amt muss und dann Verträge ausfüllen und in der Schlange stehen usw. Und das ganze muss man sich dann erst mal in Südafrika vorstellen.

Um halb 8 hat das Amt aufgemacht. Wir sind um dreiviertel 7 losgefahren und waren um kurz nach 7 dort um uns in der Schlange die sich schon vor der Eingangstür gebildet hat einzureihen.

Der Bernd hatte dabei auch noch was angestellt, was ich kurz erwähnen möchte. Er hat sich mit der Uhrzeit vertan und hat bereits um dreiviertel 6 bei mir an der Zimmertüre geklopft und mich aus dem Bett geholt. Als dann der Malte auch noch geschlafen hat ist es ihm gekommen dass wir zu früh sind. Naja einfach noch mal eine Stunde hinlegen….

Als dann um halb 8 das Amt endlich aufgemacht hatte musste man sich auf so Stühlen in einer Schlange sitzen und immer nach vorne nachrücken. Und das 3x. Einmal um den Antrag abzuholen dann noch mal um den Antrag einzureichen und dann noch mal um das Visum abzuholen.

Als wir dann endlich an der Reihe waren, hatte uns die Frau dann recht nett darauf hingewiesen, dass wir auch unser Rückflugticket und einen Bankauszug oder irgendwas wo wir ein sicheres Einkommen beweisen können, vorzeigen müssten. Das hatten wir natürlich nicht dabei.

Das bedeutete wieder zurück zur Wohnung und die Sachen holen. (nachdem wir ja schon ganz vorne in der Schlange standen).

Wir haben uns dann einfach vorgedrängelt zu den anderen Pfeifer-Leuten die schön brav mitgerückt sind als wir in der Wohnung waren.

Wie schnell und wie genau die Anträge dann abgehandelt werden ist wieder eine südafrikanische Kunst.

Der eine Mitarbeiter hat sein Visum soft bekommen, ich und der Bernd müssen es nächste Woche abholen und andere haben gar keins bekommen weil was fehlte. Wobei das wiederum bei anderen auch fehlte, es aber da nichts machte.

Also wie gesagt, wir sind ja in Südafrika.

(Wieviel man da mit „Geld“ erreichen kann will ich gar nicht dran denken. Also ich meine das man nicht anstehen muss oder der Antrag unmittelbar bearbeitet wird).

Auf der anderen Seite der Straße war auch ein Amt (keine Ahnung für was genau). Aber dort bildete sich eine Schlange fast zweimal ums Haus herum. So wie man es aus dem Fernsehen kennt wenn man so Afrika Filme sieht wo die Schwarzen dann alle an der Straße ewig lange anstehen.

In der Nacht vom Freitag auf Samstag kam dann der große vorausgesagte Sturm.

Mit Regen und Wind…… War ziemlich laut (die Fenster sind ja hier nicht so dicht wie in Deutschland) und somit lagen wir eigentlich alle ein paar Stunden wach in der Nacht.

Samstag war dann für mich und dem Alex um halb 2 Schluss. Der Malte wollte noch im Büro bleiben wegen dem Internet.

Ich und der Alex sind dann los und wollten zum Tag der offenen Türe an der Universität von Kapstadt. Aber leider war dort nichts los. Warsch. Hab ich mich im Datum geirrt oder es gibt noch eine zweite Universität. Naja dann haben wir einfach eine Stadtrundfahrt gemacht. (es regnete die ganze Zeit).

Um vier Uhr wäre dann das letzte Saisonspiel der Rugby Mannschaft hier in Kapstadt gewesen. Aber aufgrund des Dauerregens hatten wir das dann doch ausfallen lassen. (Rugby ist hier neben Kricket Volkssport Nr. 1 und kommt überall im Fernsehen in den Geschäften und Cafes.

Aber wir sind ja noch länger hier. Da werden wir uns schon noch eins ansehen live.

Am Samstag nach dem Essen gingen ich und der Alex dann noch auf die Long-Steet. Da ist zur späteren Stunde wirklich einiges los. Und natürlich trifft man auch die anderen Pfeifer Kollegen dort ohne dass man es sich fest ausgemacht hat. Nicht nur Pfeifer Mitarbeiter auch von den Subunternehmern trifft man da einige Leute. Jedenfalls vom sehen kennt man sich von der Baustelle.

Wer den Bernd bei meinen Erzählungen über die letzen Tage vermisst, kann ich euch auch kurz erzählen.

Dem seine Freundin ist seit Donnerstagabend hier zu Besuch. Gestern (also Sonntagvormittag sind die beiden nach Johannesburg geflogen um in den Krüger Nationalpark zu gehen. (4 Tage glaub ich), dann fliegen sie wieder nach Kapstadt zurück. Bin ich mal gespannt was er zu erzählen hat und natürlich auf die Fotos.

Wobei uns aber der Oberbauleiter einen Nationalpark ca. 3 Stunden von Kapstadt empfohlen hat, wo man auch die Big 5 gut sehen könne.

Wobei der Krüger Nationalpark schon ein größeres Abenteuer wäre. Da darf man aber auch nur mit Führer hineinfahren. Soll gar nicht mal so ohne sein mit den wilden Tieren dort und mit dem Verfahren, wenn man alleine unterwegs ist.

Noch kurz das Wort zum Sonntag.

Nach dem ausschlafen fuhren wir dann um 1 Uhr zum Frühstücken. (bisher noch schlechtes Wetter). Also wir uns dann während dem Frühstücken auf Einkaufszentrum oder Aquarium eingestellt hatten, änderte sich plötzlich das Wetter und es war sonnig und ca. 20 Grad. Wir haben uns dann kurzerhand um entschieden und wir fuhren nach Camps Bay um dort in ein Cafe am Strand zu nehmen. (es wurde dann aber doch ein Cocktail).

Auch dort wurde schon am Nachmittag wieder Schampus und Wein serviert und die Autos waren auch wieder von der besseren Sorte.

Samstag, 16. Mai 2009

Die Wochen vergehen....

Und die Wochen vergehen hier wirklich wie im Flug. Da denkt man am Montag jetzt hat man eine super lange Arbeitswoche vor sich (bis Samstag) und bis man schaut ist Donnerstag und man muss schon wieder für das Wochenende planen.
Die Meinung vertreten auch alle anderen Kollegen. Im Ausland vergeht die Zeit einfach viel schneller.
In der Arbeit ist noch alles ganz OK. Da gibt es zur Zeit nichts besonderes zu erzählen. Also es tut sich jede Minute was. Es kommen Leute zu Besuch oder es sind Meetings und das läuft gut und einiges wieder schlecht und man kann täglich den Baufortschritt beobachten (nicht nur auf das Stadiondach bezogen). Auch außen herum wird jetzt alles in Angriff genommen. Hecktick pur. Man hört nur Funkgeräte und sieht Arbeiter mit Schaufeln usw. herumrennen. LKW`s, Bagger usw. dazwischen Leute mit Pfeife und Warnweste die versuchen den Baustellenverkehr und den Fußgängerverkehr zu regeln.
Eigentlich ist das Treiben auf der Baustelle ganz lustig zum mit ansehen. Ich muss schon hin und wieder schmunzeln.
Erstens das Outfit. Die Arbeiter sind echt immer sehr kreativ angezogen. Vor allem bei Regen (mit einem Handtuch oder Plastiktüte oder Mütze unter dem Helm) bei sonne hab ich schon einige gesehen, die haben sich aus einem Styroporstück (fast 1 m² groß) einfach ein Loch für den Helm ausgeschnitten und setzen den dann so auf.
Dann wie schon beschrieben sind die „Aufpasser“. Die haben alle rote und gelbe Fahnen und eine Pfeife im Mund. Rote Fahne bedeutet stopp, gelbe Fahne fahren oder gehen und mit der Pfeife will er halt die Leute aufmerksam machen.
Manche regeln damit den Baustellenverkehr. Aber auch an jedem Kran oder Kranwagen steht einer und passt auf, dass keiner unter schwebende Lasten geht.
Man kann sich vorstellen wie die mit den Fahnen völlig wild wedeln und zudem noch wild pfeifen. Und das ungefähr alle 30 Meter. Da hört man nur Gepfeife. Verlassen sollte man sich auf die aus meiner Sicht nicht. Hin und wieder sind sie hilfreich wenn man selber mal rückwärts wo raus fahren will. Aber einfach nur immer lustig zum mitanschauen.
Auch lustig ist mit anzusehen, wenn sie einen Beton anmachen. Da stehen dann locker 10 Mann um eine Wanne und mischen den Beton an. Zudem stehen dann noch 5 dahinter und schauen einfach nur oder schlafen oder was weis ich.
Naja so ist es halt, wenn die Arbeitskräfte nichts kosten. (über den Stundenlohn will ich jetzt hier nicht offiziell berichten).
Soweit jetzt mal ein kleiner Einblick in das Leben auf der Baustelle. Hier noch ein paar Fotos vom Stadion und von der Baustelle an sich.
Ganz vergessen zu erzählen hab ich an dieser Stelle die Arbeiter die immer auf den Lastwägen, Kleintransporter oder einfach überall auf dem Dach oben sitzen oder auf der Ladefläche liegen.
Da muss ich auch immer lachen, wenn ein Sattelzug mit Stahlteilen und Betonteilen an dir vorbeifährt und dann ganz oben noch 30 Arbeiter sitzen und mitfahren.
Von der Situation in den Kleinbussen oder normalen Autos will ich da noch gar nicht reden. Da sieht man schon mal so einen Kleinbus (wie in Deutschland so die Montagearbeiter immer haben) und dann steigen da locker 6 Leute aus und auf der Ladefläche sind es ja auch noch mal bestimmt so viele.

Montag, 11. Mai 2009

Hallo zusammen,

dann meld ich mich mal wieder kurz.

An dieser Stelle sei gleich mal eines gesagt: Ich bitte um Verzeihung für die doch häufigen Rechtschreibfehler und die eher schlechte Grammatik und Satzbau. Aber ich schreibe die Berichte immer nur ganz schnell am Abend oder mal kurz während der Arbeit. Von daher kann man mir das schon verzeihen denke ich.

Was wir am Donnerstag genau gemacht haben weis ich jetzt irgendwie gar nicht mehr. Anscheinend nichts besonderes.

Freitag war ich dann von der Arbeit aus ziemlich viel mit dem Auto unterwegs. Es musste an zwei Firmenwagen die Reifen gewechselt werden.

Und da musste ich halt dann praktisch 4 mal fahren. Aber cool war das. Super Wetter, Sonnebrille, Radio und mit einem Land-Rover durch Kapstadt im Linksverkehr fahren.

Am Abend gingen der Malte, der Alex (der wohnt auch bei uns und ist Ende letzter Woche gekommen) und ich in einem anderen Cubanischen-Restaurante. Das war ziemlich groß und cool eingerichtet.

Aber das stellte sich dann durchaus aus etwas ganz Besonderes heraus. (Zudem war noch so eine Art Krankenschwesterparty).

Also wir haben halt wieder super „nobel“ gegessen. Mit eigener Bedienung (Andrew) für unseren Tisch usw. So ab 10 war dann das lokal gut gefüllt und es wurden die Terassenfenster schön langsam geschlossen und die Musik wurde lauter. So ab 11 war es komplett voll und es war eine Art Disco. Aber nicht eine gewöhnliche. Am Parkplatz fuhren dann Lambogini, Masserati und ähnliche Autos vor. Da kann man sich vorstellen wie es innen war. Auf der Toilette stand einer, der sofort mit dem Wischmopp den Boden komplett nachwischte bei jedem Besucher und am Waschbecken stand einer der dir die Trockentücher reichte. Naja und dann zahlt man für ein Steak gerade mal 8 Euro und für einen Cuba 2,40 Euro.

So lässt es sich leben. (aber leider halt wieder kein Stück Afrika).

Es wurde aber nicht all zu spät, denn wir mussten ja am Samstag wieder „Schaffen gehen“ (wie die anderen immer so schön sagen).

Samstag war wieder ganz chillig.

Um halb 2 ging ich dann heim und wir haben uns Fahrräder ausgeliehen um ein bisschen am Meer entlang zu fahren.

Eine super Idee. Da kann man mal stehen bleiben und Fotos machen. Wir radelten dann Richtung Clifton wo ein paar andere Kollegen untergebracht waren, die wir besuchten (näheres später).

Der Rückweg wurde dann für manche (Malte) ziemlich anstrengend. Wir haben uns verspätet und mussten wie die irren nach hause strampeln um die Räder rechtzeitig abzugeben. Und das ganze dann den Berg hinauf (wir wohnen ja in der Highlevel road…).

Aber wir haben es überlebt. (leider waren die 2x1,5 km radln die einzige sportliche Aktivität seit 3 Wochen). Aber ich werde ab nächster Woche ins Fitnessstudio gehen. Versprochen.

Als wir dann am Abend wieder vom Essen nach hause gekommen waren trafen wir den Mario (Oberbauleiter) vor unserer Wohnung an. Der wollte gerade einen anderen Kollegen abholen und in eine Bar gehen. Mit dem sind wir dann noch mit aber dann doch zeitig so um halb 1 wieder heim.

Naja und dann war wieder einmal Sonntag. Und zudem super Wetter (in der Sonne bestimmt 30 Grad) und das Ende November/Dezember (umgerechnet).

Nach dem Ausschlafen und Frühstücken beim Giovannis waren wir kurz auf der Baustelle um einen Schlüssel abzugeben. Leider fanden wir auf der ganzen Baustelle keine Fußball. Sonst hätten wir auf dem Spielfeld gleich das erste Turnier ausgetragen. (Sonntag sind ja keine Arbeiter da). Das wären super Fotos geworden. Im WM Stadion mit Bauhelmen und Warnwesen vor 68.000 (leeren) Sitzplätzen spielen.

Jedenfalls werden wir die Tage uns einen Fußball zulegen und das Ganze halt noch verschieben, bis die VIP-Logen ganz eingerichtet sind und die Videoleinwände installiert sind. „ggg“

Da der Malte und der Bernd schon auf dem Tafelberg waren, machten nur ich und der Alex uns auf dem Weg, das Wahrzeichen von Kapstadt uns anzuschauen.

War sehr beeindruckend von da oben auf Kapstadt und das Meer zu schauen. Immer im Blickfeld natürlich unser Stadion.

Ganz oben haben wir dann sogar ein paar Kollegen (Rigger und Supervisor von anderen Firmen) getroffen.

Wer Näheres über den Ausflug oder den Tafelberg an sich wissen will kann sich ja bei mir melden.

Um drei haben wir uns dann mit den Bernd und Malte wieder getroffen und haben uns gleich aufgemacht zum nächsten Supermarkt um Fleisch zu kaufen. Wir fuhren dann nämlich weiter nach Clifton zu ein paar Kollegen. Die wohnen da in einer „Ferienhütte“ unmittelbar am Strand. Naja das ist halt kein Strand sondern ein Traumstrand (wurde glaub ich sogar als einer der 3 schönsten Strände der Welt gewählt).

Fortsetzung folgt........

Donnerstag, 7. Mai 2009

Fotos, Fotos

Hallo zusammen,

leider funktioniert das mit dem Flickr nicht so ganz.
Das ist ein enormer Aufwand die da hochzuladen (vorher noch verkleinern) und dann ordnen usw. Da hab ich einfach keine Zeit dafür.
Ich zeige euch somit hier einfach eine kleine Auswahl an Bildern. Für eine größere Ansicht einfach auf das Bild klicken!!!!!!!!




Mittwoch, 6. Mai 2009

Montag, Dienstag, Mittwoch


Tja seit Dienstag bin ich nun 2 Wochen hier.
Zeit, um ein kleines Resümee zu ziehen.
Wie aus den Berichten schon zu entnehmen ist, gefällt mir die Stadt ganz gut.
Es gibt unzählige Möglichkeiten hier was zu machen. Sei es shopen oder Sportaktivitäten, Essen gehen, in eine Bar/Disco gehen oder ans Meer zu fahren.
Auch von der Wohnung bin ich sehr begeistert. Die ist auf der einen Seite sehr groß. Ich hab ein Wohnzimmer, mit allem möglichen (Tisch, Stühle, Sessel usw.) ein Schlafzimmer mit Doppelbett und großen Schrank, eine Küche mit Ofen, Mikrowelle usw. Und ein Bad mit Dusche, WC. Zudem noch einen Balkon mit Blick aufs Stadion und aufs Meer bzw. den Hafen und einen Eingangsbereich für Schuhe und Jacken usw.
Die Lage ist sehr zentral. 10 min zum Stadion, 10 min zum Strand, 10 min zur Long Street (Downtown) und 10 min zur Waterfront (mit dem Auto gerechnet). Das Sir Francis befindet sich auf einer Anhöhe (am Fuße des Signal-Hill) von daher kann man alles gut überblicken. Überhaupt ist die Wohngegend eine „bessere“. Fast alle Häuser sind gut ausgestattet mit Sicherheitsdiensten, Mercedes oder so was in der Garage usw.
Andere sind dann direkt in der Innenstadt untergebracht. Hat den Vorteil die können zu Fuß direkt die Innenstadt erreichen (wobei die ja auch nicht so klein wie Deg ist). Nachteil ist halt so ein typisches Haus in Mitten einer Großstadt. Und dann gibt es noch welche die sind ca. 20 min von der Baustelle entfernt untergebracht. Dafür unmittelbar am Meer. Also mit Steg von der Haustüre aus direkt ins Meer hinein. Hat alles Vor- und Nachteile. Von daher bin ich mit der zentralen Lage sehr zufrieden. Vielleicht ergibt sich ja noch was das letzte Monat und wir können auch mal direkt am Strand Wohnen.
Das Wetter macht mir noch ein wenig zu schaffen. Ist so unglaublich wechselhaft hier. Nebel und man sieht keine 50 Meter weit, dann wieder Sonne und 20 Grad und dann Regen. Und das alles innerhalb von 1 Stunde. Es wird zudem um halb 6 finster. Von daher muss man sich einfach damit abfinden, dass man nicht bis 11 an der Strandpromenade rum laufen kann und dann noch bis 12 im freien Sitzen kann oder auch tagsüber mal einen ganzen Tag mit Sonne am Meer liegen.
Und dann zu guter letzt noch zur Arbeit an sich.
Bin immer noch im „Finanzwesen“ eingesetzt. Also Rechnungen kontrollieren, in eine Exel-Liste eingeben, die dazugehörigen Bestellungen einsortieren, hin und wieder was kopieren oder Briefe abgeben oder so was.
Aber fast die meiste Zeit bin ich alleine im Büro. Der Herr Schlögel (der Chef) ist ja immer unterwegs auf der Baustelle oder in Meetings. Der Malte naja der sitzt gegenüber von mir und mit dem verstehe ich mich super. Der sagt auch nix wenn ich mal überhaupt nix mache. Und der Andreas ist dann noch im Büro (von dem ich die Arbeit immer bekomme). Der ist auch ein ganz ein ruhiger und macht einfach seine Sachen und gibt mir dann wieder Arbeit und dann geht er wieder. Meistens sehr früh und kommt auch immer nach mir. Also so um viertel nach 8.

Soviel jetzt mal zur allgemeinen Lage hier.



Im speziellen kann ich euch noch vom Montag Abend erzählen.
Der Malte war mit 3 Neuankömmlingen an die Waterfront (Paulaner Biergarten) gefahren. Ich und der Bernd hatten im Cubana einen Tisch reserviert. Montags ist ja wieder Live-Musik dort. War aber null los. Diesmal haben wir eine Flasche Wein bestellt. Die Region ist ja ganz bekannt für Wein. Überall gibt es den. Die einheimischen trinken den auch ständig. Auch Mittags schon!!!
Das Weingebiet hatten wir uns ja letzten Sonntag schon angeschaut.
Naja Steak, Wein, Live-Musik…. War nicht schlecht.
Als wir uns dann nach dem Essen noch in so einen Sessel im Cubana haben fallen lassen und zur Musik noch einen Cuba-Libre getrunken haben. Hat mich der Bernd so gefragt: Du Andy, es gibt schlimmere Prakikas oder? Und ich so: -Ja-. „ggg“
Dienstag war ich dann unter Tags ziemlich viel unterwegs. Zu erst musst ich einen zur medizinischen Untersuchung bringen und dann weiter zum Flughafen und jemanden abholen.
Anschließend dann noch für den Andreas eine DVD zurückgeben wieder an der anderen Seite von Kapstadt.
Am Abend fuhren wir dann ins Canal-Walk um wieder einmal den Tschenrechner vom Malte abzuholen (war aber wieder noch nicht da). Dort gingen wir dann auch zum Abendessen in ein Sea-Food Restaurant.
Sehr gut, kann ich nur sagen.
Im Übrigen hätte ich mir im Canal-Walk so viel gesehen zum anziehen. Vergleichsweise auch günstig gegenüber Deutschland.
Aber das geht sich überhaupt nicht aus. Ich muss jetzt einfach mal das sparen anfangen.

Sonntag, 3. Mai 2009

Samstag und Sonntagsausflug

Also Samstag arbeiten ist sehr sehr chillig. Der Herr Schlögl war gar nicht da also war blos ich, der Malte und der Andreas in unserem Büro. Die Sascha (die Sekretärin war auch zuhause). Es gibt ja noch ein zweites wo dann der Bernd usw. sitzt direkt neben an.
Naja und dann hab ich halt ein paar Rechnungen für den Andreas (bei dem bin ich jetzt immer dabei und hilf ihn. Der ist für die „Abrechnung“ usw. zuständig) im Computer eingegeben und einige Sachen kopiert. Naja und dann hab ich mal mit dem Auto was holen müssen und irgendwie wars dann auch schon eins oder halb 2. Es gab auch einen Kuchen vom Wesley (ist der mmmmh SiGeKo könnte man sagen hier auf der Baustelle). Der ist nämlich mit der Sascha zusammen und die erwarten ein Kind was er am Samstag offiziell verkündet hat. Naja und Kaffee gibt’s sowieso immer von der (hab den Namen leider vergessen). Die Putzt immer die Büros und ist für Kaffee usw. zuständig. Also übertrieben dargestellt muss man blos mit den Fingern schnipsen und dann läuft die schon und holt dir was du brauchst.
Um halb 2 ist dann der Andreas auch heim gefahren und ich und der Malte waren noch im Internet und haben einfach privat was geredet. Um 3 bin ich dann heim gelaufen. Der Malte wollte noch an seinem Blog schreiben und der Bernd musst noch für das Besprechungsprotokoll da bleiben.
Zuhause hab ich dann ein paar Fotos noch sortiert und die aufgehängten Socken gewendet (das erschien mir irgendwie sinnvoll). Und hab mich dann ins Bett gelegt und bis 7 geschlafen.
Um halb 8 ging es dann mit dem Taxi in die Long Street (Malte, Bernd und ich). Ach ja, an dieser Stelle. An alle Taxifahrer in Deggendorf: Von unserer Wohnung zur Long Street sind es ca. 4 Km. Also wie von Deg nach Metten und wir haben 18 Rand bezahlt. Das sind umgerechnet ca. 1,60 Euro. Ein sehr, sehr guter Preis sag ich da nur. Wir haben ihm dann aber 30 oder so gegeben. Also jeder 10 Rand. „ggg“
Naja und Long Street ist halt so richtig Afrika zum ausgehen. Da sind halt auch die ganzen „Einheimischen“. Also nicht wie an der Waterfront. Die ist ja nur für Touristen gemacht und man kommt sich halt vor wie an der Strandpromenade in Italien irgendwo am Meer.
Trotzdem kann man an der Long Steet sehr gut und auch gepflegt essen gehen. Alle Lokale sind meistens mit Balkon im 1. Stock. Also konnte man über die ganze Long Street schauen und das treiben beobachten.
Nach dem Essen wollten wir noch in eine Bar wo auch ein bisschen was los ist. Aber dafür kannten wir uns noch zu wenig aus auf der LS. In den richtigen Clubs und Discos ist vor 2 Uhr null los und das andere war eher so zum essen oder gemütliche irgendwo sitzen. Wir waren dann im Waitingroom. War zwar ziemlich cool eingerichtet über 3 Stockwerke hinweg mit Dachterasse aber war halt irgendwie langweilig mit leiser Musik und wir wurden extrem müde. Da es erst halb 11 war und ja auf der Long Street erst ab 1 richtig was los ist haben wir uns entschlossen mit dem Taxi nach Hause zu fahren.
Am Sonntag unternahmen wir dann einen richtig coolen Tagesausflug.
Um halb 10 ging es schon los. Malte hatte bereits was zu Frühstücken besorgt. Los fuhren wir dann ans Kap der Guten Hoffnung. Etwa auf halben Weg aßen wir dann unser Frühstück mit Blick auf eine wunderbare Bucht und auf das Meer. Mittlerweile hatte sich dann auch der Nebel verzogen und die Sonne schien. Schon der Weg zum Kap war traumhaft. Direkt immer an der Küste entlang. Hunderte von Rennradfahren, Jockern, Motorradfahrern und Oldtimerfahrern begegneten wir auf unserer Reise. Das ist echt unglaublich da entlang zu fahren in dieser Landschaft und direkt am Meer.
Kurz vor dem Kap begegneten wir dann Baboons. Also Affen die Mitten auf der Straße standen. So ca. 10 oder 15. Leider sind die gefährlich und wir mussten alle Fenster hoch drehen und die Türen von innen verschließen. Die sind nämlich auf das Essen aus und durchwühlen sämtliche Rücksäcke bzw. das ganze Auto. Also lieber Fenster runter. Das mit dem zusperren halte ich für übertrieben. Aber der Malte wollte das unbedingt so. (ich glaub der hat brutal Angst vor den Baboons).
Zuerst besuchten wir dann den Cape Point wo wir uns ca. 2 stunden aufhielten und Fotos machten und rum gingen. Anschließend wurde zu Mittag gegessen auf einer Terrasse direkt am Cape Point mit fast Rundumblick auf das Meer. Das ist der fast südlichste Punkt von Afrika (auf den exakt südlichsten Punkt fahren wir erst noch. Aber der ist 3 Autostunden von CT entfernt) wo der Indische und der Atlantische Ozean zusammenlaufen. Wer es sich mal an der Weltkarte anschauen will. Einfach mit den Finger soweit nach unten bis nix mehr kommt. (also Afrika entlangfahren mit dem Finger).
Anschließen fuhren wir zum Cape of good hope (dem Kap der Guten Hoffnung). Dort war nichts besonderes. Nur wieder super Landschaft und das Infoschild das man nun am Kap der Guten Hoffnung sei. Da muss halt einfach jeder ein Foto machen der mal da war.
Auf der Rückfahrt fuhren wir dann noch an einem Strand vorbei wo es Pinguine gibt. Leider befindet sich da auch eine Aufzuchtstation und somit sind die halt nur „halb natürlich“ dort. Kostete auch Eintritt. Aber ich bin mir sicher, dass man die auch so auf einen Strand antreffen kann der da ganz in der Nähe ist. Aber da muss man sich halt auskennen und Glück haben.
Dann ging es aber auf kürzestem Wege wieder zurück nach CT (also diesmal Autobahn und nicht wieder die Beach-Road entlang).
Eigentlich hätten wir ja noch geplant zum Sonnenuntergang auf den TableMountain (Tafelberg) zu fahren. Aber nach der bisherigen Reise waren wir ziemlich geschafft und wir fuhren zurück ins Sir Francis um 2 Stunden zu schlafen ehe es dann noch kurz zum Abendessen ging.
Ein echt super gelungener Sonntag bei dem auch das Wetter mitspielte.
Wir haben noch so so viel vor hier. Aber wir hoffen das das Wetter immer so ist wie heute sonst können wir einige Sachen nicht machen.
Die Planungen sind noch: (Weinprobe, Mountainbiken, Hubschrauberrundflug, Shark-diving, Fishing, Strauß essen, Cape C., Tafelberg, Signalhill, Golfen, Safari und und und und)
Aber alles nach der Reihe.